Wissenschafts- und Technologieparks

 Parco Scientifico e Tecnologico della Sicilia - Palermo

Ein Netzwerk von Analyse-,Test- und innovativen Dienstleistungslaboratorien im Euro-Mittelmeerrraum

 

Z.I. Brancaccio
Via Filippo Pecoraino
90124 Palermo
(Sizilien)

Telefon:
+39 091 6215653
Fax:
+39 091 6214345
URL:
www.pstsicilia.org

Präsident:
Prof. Antonio Catara
Kontakt:
Nicoletta Paparone
Email:
presidente@pstsicilia.org

Schwerpunkte

Die Kernaufgaben der Gesellschaft strecken sich über drei Bereiche: Die Förderung von Innovation und Technologietransfer sowie ein Leistungsangebot für Unternehmen, das die Suche nach Partnern im Technologiebereich beinhaltet sowie innovative Projekte, Internationalisierung, Management in itinere und vieles mehr. Darüberhinaus bietet der Park dank seiner zahlreich vorhandenen Laboratorien ein breites Angebot an innovativen Dienstleistungen für die Analyse und das Testing (Genomanalyse und Treffer bei der Variantenvielfalt, phytosanitäre und biotechnologische Diagnostik – Mikropropagation – chemische Analysen – Mikrobiologie im Agrarlebensmittelsektor – X-Ray-Spektroskopie – Technologien auf dem Ararlebensmittelsektor – Biomasse – Bioethanol – Biodiesel – kulturelles und landschaftliches Erbe und Materialanalyse). Diese sind verteilt auf die fünf Niederlassungen Palermo, Catania, Ragusa, Caltanissetta und Agrigent, wo sie jeweils in den industriellen Förderungsgebieten angesiedelt sind.
Dank qualifizierter Mitarbeiter, deren Vernetzung untereinander, innovativer Ausstattung und der weit verzweigten Präsenz in der Region kann der Wissenschafts- und Technologiepark Sizilien das Dreieck Innovation, Wissen, Forschung & Entwicklung zusammenführen und somit die Verbreitung und die ständige Verbesserung der eigenen Resultate sicherstellen.

Kurzbeschreibung

PSTSicilia hat ein strukturiertes System von Beziehungen zwischen lokalen Universitäten, Forschungszentren und Unternehmen aufgebaut, deren gemeinsames Ziel die Erhöhung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit durch Forschung, Innovation, Technologietransfer, Verbreitung von Qualität und fachliche Ausbildung ist. Weitere Funktionen des Parks sind: Katalysator für Produktnachfragen der KMUs, Innovationsprozesse und für das Leistungsspektrum des regionalen Forschungssystems Hauptaugenmerk liegt dabei auf internationaler Kooperation sowie auf der Aufwertung und Verbreitung von Innovationen.

Unternehmen:
3
F&E-Einrichtungen:
2
Fläche:
2.500 m²
Beschäftigte insgesamt:
46

Sektoren

    • ICT und Technologie
      • Multimedia
    • Life Sciences und Materialien
      • Biotechnologie
      • Diagnostik
      • Biologie
      • Nanotechnologie
      • Materialwissenschaften
    • Agrar/Lebensmittel
      • Lebensmitteltechnologien
      • Transformation von Erzeugnissen
      • Mikrobiologie
      • Hygienische Untersuchungen
    • Energie und Umwelt
      • Energie
      • Umweltschutz
      • Restaurierung und Denkmalschutz

Dienstleistungen

    • Forschung und Technologie
      • Vermarktung von Technologien
    • Human Resources
      • Organisation von Kongressen, Kursen und Seminaren
      • Mitarbeiterfortbildung
      • Partnerschaften mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen
      • Unternehmensberatung
    • Business
      • Anbahnung von Geschäftskontakten
      • Bildung von Netzwerken
    • Verwaltungsdienstleistungen
      • Beratung im Umgang mit öffentlichen Verwaltungen
      • Technische Unterstützung in der Standortwahl von Unternehmen und Laboreinrichtungen
    • Andere Dienstleistungen
      • Territoriales Marketing
      • Standortmarketing

Daten & Fakten

Eckdaten

  • Gründungsjahr: 1991
  • Standorte: 5
  • Unternehmen: 3
  • Forschungszentren: 2
  • Beschäftigte insgesamt: 46
  • Fläche für Forschungseinrichtungen: 1.500 m²
  • Gesamtfläche: 2.500 m²
  • Verfügbare Fläche für Neuansiedlungen: 800 m²

Träger

vorwiegend öffentlich

  • Gesellschaftskapital: € 13.427.879 (87,9% Region Sizilien -Industriereferat, 12,1% privat), Università degli Studi di Catania, Università degli Studi di Palermo; Università degli Studi di Messina; Consiglio Nazionale delle Ricerche (CNR).
  • Private Gesellschafter: Acqua Azzurra srl; Agris-Brumi srl; Aid spa; Albanese Costruzioni srl; Aretè arl; Bma srl; Celf spa; Cepa srl; Colacem spa; Consorzio Catania Ricerche; Consorzio Ital Telesis; CO.RI.M.ME; Cres; Csati; Ibm Italia spa; Imprepar Impregilo Partecipazioni spa; Iniziative Industriali spa; Investire Partecipazioni spa; Irfis spa; Isrim arl; Rodriquez Cantieri Navali spa; Sifi spa; T.E.L.I. spa; Teleinform scpa; U.R.S. Italia spa.

Ziele

  • Ausbau neuer Forschungsaktivitäten
  • Intensivierung der Beziehungen zwischen Universitäten und Unternehmen
  • Technologische Beratung für Unternehmen und Institutionen
  • Steigerung des Technologieniveaus von Unternehmen und Institutionen
  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit lokaler Unternehmern
  • Wirtschaftliche Verwertung der Forschungsergebnisse
  • Verbesserung der Arbeitsqualität
  • Standortmarketing
  • Anziehung von Investoren
  • Gründung neuer Unternehmen
  • Schaffung neuer Arbeitsplätze

Netzwerke

  • APSTI (Italienischer Verband der Wissenschafts- und Technologieparks)
  • Confindustria
  • ASSOBIOTECH/FEDERCHIMICA
  • Wainova
  • Iasp
  • AIDA

Standort

Standort und Umgebung

Name
Einwohner
Entfernung

Standort

Palermo

750.000

Weitere Standorte

Catania

380.000

Ragusa

Agrigento

Caltanissetta

Universitäten

Universität von Palermo

6 km

Universität von Catania

13 km

Name
Stadt
Schwerpunkt

Distrikte

Distretto Tecnologico Sicilia Micro e Nano Sistemi (Mikro- und Nanosysteme)

Distretto Tecnologico Sicilia Trasporti Navali, Commerciali e da diporto

Distretto Tecnologico Sicilia Agrobio e Pesca ecocompatibile

Infrastruktur und Anbindung

Name
Entfernung

Flughafen

Catania - Fontanarossa

6 km

Palermo - Punta Raisi

Bahnhöfe

Palermo Centrale

Catania Bicocca (Warenumschlag)

5 km

Häfen

Palermo

Catania

7 km

Pozzallo

Augusta

35 km

Verkehrsanschluss

  • Autobahn A19 Palermo-Catania
  • Autobahn A18 Catania-Messina
  • Schnellstraßen verbinden Catania mit allen wichtigsten sizilianischen Städten: Palermo, Messina, Siracusa, Enna, Caltagirone, Gela

Technologietransfer

Einbeziehung in EU-Projekte

PON Ricerca 2000-2006

Agrar/Lebensmittel, Umwelt, Materialien

  • Verschiedene Aktivitäten im Rahmen des VI. Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung der EU

MED Programme

Nationales und europäisches Netzwerk

Interreg III A Italy-MaltaIII B Medocc

Nationales und europäisches Netzwerk

  • Integrierte Verwaltung natürlicher Rohstoffe
  • Küstenschutz und Technologien auf dem Agrarlebensmittelsektor

Interreg III B Archimed

Nationales und europäisches Netzwerk

  • Humanressourcen und Entwicklungsplanung

Interreg IV C

Nationales und europäisches Netzwerk

Tätigkeiten

BIOLOGISCH ABBAUBARE GEWEBEPLANEN AUS POLYMEREN MIKROBIELLER HERKUNFT

In den Laboratorien des Wissenschafts- und Technologieparks (PST) hat man intensiv an der Herstellung von Polyhydroxyalkanoaten (PHA) gearbeitet. Dieses erst seit kurzem patentierte Verfahren gewinnt die PHA durch die mikrobielle Fermentation aus verbrauchten Lebensmittelölen. Bei PHA handelt es sich um intrazellulare, biologisch abbaubare Polymere, die durch Pneudomonasbakterien produziert werden, und in der Lage sind, reinen Kohlenstoff sowohl aus diversen Quellen wie beispielsweise Glukose und Fettsäuren zu nutzen aber auch aus Altmaterial. Die Mischungen auf PHA-Basis und/oder Biomasse und anderen biologisch abbaubaren Polymeren wurden in Spritztechnik oder im Kalanderverfahren auf Recyclingpapier oder Gewebe aus chinesischen Pflanzenfasern (TNT) aufgebracht, um so Mulchplatten für die Landwirtschaft zu produzieren, die Kulturen ermöglichen, die sich nicht von handelsüblichen Folien unterscheiden.
Mit einem chinesischen Forschungsinstitut wurde ein bis 2010 laufendes Kooperationsabkommen geschlossen, das die Lieferung von PHA-Polymeren und den notwendigen technischen Support zur Entwicklung hoch innovativer Produkte aus Pflanzenfasern und PHA vorsieht.

Ausgewählte Mikroben als Starthilfe (Biostarter) auf Hefebasis Saccharomyces cerevisiae zur Produktionsverbesserung von Backwaren

Es wurde ein mikrobieller Starter auf Basis ausgewählter Hefen (Saccharomyces cerevisiae) für die Herstellung von Backwaren, insbesondere Brot, patentiert. Durch die Verendung speziell ausgewählter Hefen werden sowohl die Treibmittelwirkung der Hefe als auch die Haltbarkeitsfrist (shelf life) des Endproduktes verbessert. Äußerst zufriedenstellende Ergebnisse wurden Unternehmen erzielt, die in den Provinzen Messina und Catania ansässig sind.

Hefen für die Schaumweinherstellung und andere fermentierte Getränke

PSTSicilia hat in der firmeneigenen Mikroorganismen-Bank cirka 1000 Hefestämme eingelagert, unter denen zwei Stämme (Saccharomyces cerevisiae und Debaryomyces hansenii) für den Prozess ausgewählt wurden. Die ab 2003 in Zusammenarbeit mit einer Kellerei aus der Provinz Catania gemachten Versuche ergaben, dass das autoctone Heimspektrum ausgewählter Hefen dem Produkt eine typische Note und ein Aroma verleiht, das deutlich über dem von handelsüblicher Trockenhefe liegt. Die in der deutschen Bank für Internationale Mikroorganismen (OSMZ) deponierten Hefen wurden patentiert.
Derzeit wird ein wissenschaftliches und kommerzielles Kooperationsabkommen mit einem internationalen Unternehmen ausgehandelt, das führend im Bereich Produktion und Vertrieb von Önologieerzeugnissen ist.

Kontakte nach Deutschland bestehen bereits:

  • Steinbeis Stiftung, Stuttgart
  • DSMZ (deutsche genebank)
  • Animox Gmbxh (Herr Dr. Axel Hohling)
  • Bioworld (Herr Walf Krone)

Kontakte nach Deutschland wären erwünscht in den Bereichen:

Wir sind interessiert an:

  • Agrarindustrie (angewandte Biotechnologien)
  • ICT
  • Umwelt (Agrarenergie: Biomasse, Biodiesel, Bio-Ethanol)
  • Kulturgüter (Steine und Erden, Mörtel, Verputzmittel)
  • Innovative Materialien (biologisch abbaubare Folien)

Forschung & Entwicklung

VERWENDUNG VON ALTMATERIAL FÜR DIE ENTWICKLUNG BIOLOGISCH ABBAUBARER POLYMERE (PHA) FÜR LANDWIRTSCHAFT UND AGRARINDUSTRIE

Beschreibung

Durch das Forschungsprojekt konnten relevante methodologische Kenntnisse erworben werden, die sich bei der Verwendung von Altmaterialien aus der Agrarindustrie als nützlich erwiesen. Hierzu gehören: Pflanzenöle und Fettsäuren als nachwachsende Quellen für die mikrobielle Konversion in Produkte von wirtschaftlichem Interesse, wie Polyhydroxyalkanoate (PHA) für die Herstellung von biologisch abbaubaren Folien für die Landwirtschaft und die Agrarindustrie.

Nutzen

Es wurden zwei biologisch abbaubare Folien hergestellt und getestet, die für unterschiedliche Zwecke einsetzbar sind. Beide Produkte wurden in Feldversuchen auf ihre Fähigkeiten zur Luftdurchlässigkeit und Wasserresistenz, auf ihre Lebensdauer und die Vielseitigkeit ihrer Verwendung hin untersucht. Dabei wurde geprüft, ob sie den herkömmlichen, aus der Petrochemie stammenden Folien entsprechen, und ob sie den anderen, bereits erprobten biologisch abbaubaren Materialien überlegen sind. Es wurden neue Versuchsreihen gestartet, die sich von der Herstellung von PHA aus Pflanzen über den Gentransfer der PHA-Synthase bis zur Untersuchung von Verwendungsmöglichkeiten in neuen Sektoren, die Plastikfolie benötigen, strecken. Das derzeit wichtigste Ziel ist die Erprobung von Plastiksäcken für die Biomüll-Entsorgung und für Einkaufstüten (Shopper).

Inkubator und Förderungen

Inkubator

Industriegebiet Catania

Regionale Förderung

  • POR 2007-2013
  • PSR 2007-2013
  • FEP 2007-2013

Nationale Förderung

  • PON ricerca e competitività 2007-2013

Europäische Förderung

  • MED
  • Interreg IV C
  • ENPI
  • VII FP