Wissenschafts- und Technologieparks

 Fondazione Toscana Life Sciences

From Science To Business

 

Via Fiorentina, 1
53100, Siena
(Toskana)

Telefon:
+39 0577 231211
Fax:
+39 0577 43444
URL:
www.toscanalifesciences.org

Präsident:
Maurizio Cenni
Direktor:
Andrea Paolini
Kontakt:
Francesco Senatore
Email:
info@toscanalifesciences.org

Schwerpunkte

Der Wissenschaftspark TLS stellt öffentliche und private Finanzierungsmittel für Biotechnologieprojekte, vor allem Start-ups zur Verfügung; er bietet einen modernen Inkubator mit Zugriff auf modernste Geräte für Analyse, Bioinformatik und Proteomik an einem Standort, der sich hervorragend für pharmazeutisch-industrielle Forschung eignet.
Die Region Toskana hat zahlreiche Initiativen zur strategischen und finanziellen Unterstützung im Bereich Life Sciences unternommen. Es gab z.B. Finanzierungsausschreibungen für die industrielle Forschung zur Kostendeckung der kleinen und mittleren Unternehmen von bis zu 80% der Investitionen in F&E.
Die Eingliederung in das TLS garantiert zudem den Zugriff auf ein wachsendes internationales Netzwerk, zum Großteil bestehend aus den wichtigsten nationalen und internationalen Life Sciences Parks und den aktivsten Venture Capitals des Sektors.

Kurzbeschreibung

Der Wissenschaftspark ist eines der wichtigsten Projekte der Fondazione TLS, die im Wesentlichen folgende Ziele verfolgt:
· Vereinfachung des Start-ups von Biotech-Unternehmen
· Unterstützung der Forschung auf dem Gebiet seltene Krankheiten
· Verwaltung des Technologietransfers im Auftrag der Region Toskana und der Universitäten von Siena, Pisa und Florenz.

Hauptziel des Wissenschaftsparks ist die Bereitstellung von eingerichteten Gebäuden, Dienstleistungen und Finanzmitteln, um für neue Biotechnologie-Unternehmen eine gute Basis zu schaffen.

Unternehmen:
18
F&E-Einrichtungen:
3
Fläche:
3000 m²
Beschäftigte insgesamt:
15

Sektoren

    • Life Sciences und Materialien
      • Biotechnologie
      • Diagnostik
      • Biomedizin
      • Pharmazie
      • Biologie
      • Chemie

Dienstleistungen

    • Forschung und Technologie
      • Forschung und Entwicklung innerhalb des Parks
      • Technologietransfer
      • Vermarktung von Technologien
    • Human Resources
      • Organisation von Kongressen, Kursen und Seminaren
      • Mitarbeiterfortbildung
      • Personalrekrutierung
      • Partnerschaften mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen
      • Unternehmensberatung
    • Business
      • Vertrauliche Wirtschaftsauskünfte
      • Anbahnung von Geschäftskontakten
      • Beratung zum Schutz geistigen Eigentums
      • Zugang zu Venture Kapital
      • Bildung von Netzwerken
    • Verwaltungsdienstleistungen
      • Zertifizierung
      • Technische Unterstützung in der Standortwahl von Unternehmen und Laboreinrichtungen

Daten & Fakten

Eckdaten

  • Gründungsjahr: 2004
  • Standorte: 2
  • Unternehmen: 18
  • Forschungseinrichtungen: 3
  • Beschäftigte insgesamt: 15
  • Fläche für Forschungseinrichtungen: 2400 m²
  • Gesamtfläche: 3000 m²
  • Verfügbare Fläche für Neuansiedlungen: 100 m²

Angesiedelte Unternehmen

Forschungs- und Entwicklungszentren

  • Istituto Toscano Tumori
  • Fondazione Umberto Di Mario
  • Istituto di Fisiologia Clinica del CNR (IFC-CNR), UOS Siena

Trägerschaft

Die Träger sind überwiegend öffentlich:

  • Banca Monte dei Paschi di Siena
  • Fondazione Monte dei Paschi di Siena
  • Region Toskana
  • Provinz Siena
  • Kommune Siena
  • Regionale Handelskammer
  • Universität Florenz, Pisa und Siena
  • Scuola Normale Superiore
  • Scuola Superiore Sant'Anna
  • Regionaler Krankenhausbetrieb
  • Istituto di Alti Studi Imt di Lucca

Ziele

  • Gründung neuer Unternehmen
  • Anziehung von Investoren
  • Intensivierung der Beziehungen zwischen Universitäten und Unternehmen
  • Wirtschaftliche Verwertung der wissenschaftlichen Ergebnisse
  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen
  • Ausbau neuer Forschungsaktivitäten
  • Technologische Unterstützung der Unternehmen und Einrichtungen
  • Technologische Beratung für Unternehmen und Institutionen
  • Standortförderung

Netzwerke

  • Apsti (Verband der italienischen Wissenschafts- und Technologieparks)
  • IASP
  • CEBR (Council for European Bio Regions)
  • Assobiotec

Standort

Standort und Umgebung

Name
Einwohner
Entfernung

Standort

Siena

54.543

2 km

Industriedistrikt

Campus Novartis Vaccines

Universität

Polo Universitario Siena

3 km

Infrastruktur und Anbindung

Name
Entfernung

Flughafen

"Amerigo Vespucci" (Florence)

75 km

"Leonardo da Vinci" (Rom)

275 km

"Galileo Galilei" (Pisa)

150 km

Bahnhof

Siena Centrale

2 km

Florenz, Santa Maria Novella

70 km

Hafen

Livorno

122 km ca.

Technologietransfer

Einbeziehung in EU-Projekte:

  • "Life subito" - Finanzierungsprojekte der Region Toskana
  • "Episode" - 7. RP

Aktivitäten

  • Start-up von 4 neuen Biotech-Unternehmen mit italienischen Mitgliedern und regionalen Investoren.
  • Out Licensing von Life-Science-Technologien der toskanischen Krankenhausforschung an nationale und internationale Unternehmen zur Vermarktung des Produkts (USA, Australia, etc.)
  • Patentierung und Scouting europäischer und weltweiter Lizenzmöglichkeiten mittels regelmäßiger Teilnahme an den wichtigsten internationalen Bio-Partnering-Veranstaltungen.

Kontakte zu Deutschland bestehen bereits

  • Heidelberg Science Park
  • TSB Innovation Agency for Berlin (Bio TOP)
  • Forschungsverbund Berlin e.V. (Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie)
  • Jerini AG
  • Protein Structure Factory Biotech AG

Kontakte nach Deutschland wären erwünscht in den Bereichen:

Im Bereich Biotechnologien mit Unternehmensinkubatoren oder anderen Wissenschafts- und Technologieparks, die neue Unternehmen bei ihrem Start und den Technologietransfer fördern.

Forschung & Entwicklung

Molteni Therapeutics

Beschreibung

Molteni Therapeutics ist ein Spezialpharma-Unternehmen, das in der Forschung und Entwicklung von innovativen antibakteriellen und antifungiziden Wirkstoffen tätig ist. In den vergangenen Jahrzehnten hat es bei der Anwendung der Photodynamischen Therapie (PDT) gegen bakterielle, fungizide und auch Antibiotika-resistente Infektionen ein internationales Know-How erworben. Molteni Therapeutics verfügt über Versuchsmodelle für Infektionen in Vitro (z.B. bakterielle Biofilms) und in Vivo (z.B. infizierte Wunden), um die Wirksamkeit und Verträglichkeit seiner Derivate testen zu können. Außerdem verfügt das Unternehmen über Fachleute im Bereich Bioanalytik, ADME/PK und Formulierungsentwicklung von topischen Produkten, die für die Optimierung der therapeutischen Protokolle notwendig sind.

Ziel des Projektes, Zielgruppe, Nutzen

In den letzten Jahrzehnten wurden aufgrund ständig ansteigender bakterieller und antibiotischer Resistenzen neue therapeutische Strategien dringend notwendig. Um diesen neuen Bedarf decken zu können, verfügt Molteni Therapeutics über eine Pipeline mit neuen chemischen Größen, die patentiert sind; bei bakteriellen und fungiziden Infektionen, auch mehrfach resistente Erreger sind diese Wirkstoffe leistungsstark und mit einer umfassenden Wirkung. Außerdem wurde festgestellt, dass der bimodale Ansatz bei der photodynamischen Therapie nicht zu bakteriellen Resistenzen führt. Die innovative Leitsubstanz RLP068 von Molteni Therapeutics befindet sich derzeit in der klinischen Erprobungsphase am Menschen (First in Human) in Großbritannien; 2010 erfolgt die Erprobungsphase 2A.

Externautics

Beschreibung

Dieses Projekt beinhaltet die Identifizierung von neuen Tumormarkern, um diagnostische und therapeutische Instrumente entwickeln zu können. Um dieses Ziel zu erreichen, werden bei dem Projekt moderne Techniken im Bereich Genomik, Proteomik und Bioinformatik eingesetzt. Eine polyklonale Antikörperbibliothek wird hierfür eingesetzt, die durch Immunisierung von Versuchstieren mit rekombinanten humanen Proteinen hergestellt wird; die Proteine werden aufgrund ihrer genannten Zugehörigkeit zu den Proteinklassen der Zellmembran oder aus geheimen Datenbanken ausgewählt. Die Auswahl in silico wurde zusätzlich gefiltert, indem man Proteine auswählte, die als hypothetisch und/oder in wissenschaftlichen Studien nur am Rande vermerkt sind. Die Antikörperbücherei enthält derzeit ca. 1700 Antikörper und wird genutzt, um zu überprüfen, welche ausgewählten Proteine in den Tumorgeweben selektiv ausgedrückt sind. Im Einzelnen werden ein Screening und die Identifizierung von Tumormarkern durch die Analyse von klinischen Proben an Tumorpatienten durchgeführt. Dabei kommt die TMA Methode (Tissue Microarray) zur Anwendung. Proteine mit selektiver oder Hyper-Expression in den Tumorgeweben werden detailliert erforscht, um somit Marker validieren zu können; dies umfasst auch die Beschreibung und Festlegung ihrer Relevanz bei Tumorerkrankungen. Die erste Validierungsphase beinhaltet die Bestätigung des veränderten Markers bei einer hohen Patientenzahl, um so die statistisch bedeutenden Häufigkeitswerte festzulegen. Die Präsenz von Markern wird zudem im Blut und Urin der Patienten bestimmt. Diese Analyse ist besonders wichtig, da Tumormarker, die in Körperflüssigkeiten nachweisbar sind, einen hohen Handelswert besitzen. Zudem werden spezifische monoklonale Antikörper für Marker entwickelt, die identifiziert und definiert wurden, so dass auf selektive Weise Marker in Zellen erkannt werden können, unter Verwendung von Techniken der Immunohystochemie, konfokale Mikroskopie, Zytofluorometrie und andere immunologische Methoden. Die Marker werden dann nach ihrem klinischen Einsatz unterteilt, und werden je nach der möglichen Verwendung als Diagnose und/oder Prognoseinstrument (z.B. ein Marker dessen Präsenz/Absenz den neoplastischen Verlauf nicht verändert, aber dessen Präsenz/Absenz in eindeutigem Zusammenhang mit dem Tumortyp steht, oder sein natürlicher Verlauf, bzw. sein Verlauf in Folge einer Therapie) von den Markern unterschieden, die für die Entwicklung von antitumoralen Medikamenten geeignet sind. Die Identifizierung der Marker für den therapeutischen Einsatz erfordert mehrere Phasen der Erprobung. Zunächst wird das Erscheinen der identifizierten Marker auf der Oberfläche von Tumoren bestätigt, die Patienten entnommen wurden, oder auf tumoralen Zelllinien. Dabei verwendet man Techniken wie z.B. Zytofluorometrie und konfokale Mikroskopie. Daraufhin erfolgt eine Studie der phänotypischen und funktionalen Veränderungen der Zelle in Folge der Veränderung des Markers, ausgelöst durch eine notwendige Genmanipulation. Diese Genmanipulation erfordert den Einsatz von Techniken der genetischen Inaktivierung (durch Antisense-Oligonucleotide, Ribozyme oder siRNA) oder Techniken der Überexpression durch Transfektion von kodierenden Konstrukten für die Marker unter Verwendung von repräsentativen Zellmodellen der Tumorklassen. In einer späteren Projektfase werden auch transgenetische Organismen verwendet, wie z.B. Knock-out und Knock-in Mäuse, deren relevanter Gen-Ausdruck selektiv modifiziert wurde, um so den Effekt des veränderten Ausdrucks auf die physiologischen und morphologischen Parameter des Organismus beobachten zu können. Zum Schluss werden die monoklonalen Antikörper für den ausgewählten Marker auf ihre Fähigkeit hin analysiert, das In-Vitro Wachstum der Tumorlinien zu stoppen oder die tumorale Entwicklung bei In-Vivo-Versuchsmodellen aufzuhalten bzw. zu verhindern.

Ziel des Projektes, Zielgruppe, Nutzen

Tumoren sind eine der Haupttodesursachen des Menschen. Eine sorgfältige und frühzeitige Diagnose, zusammen mit einer wirksamen Therapie könnten die Sterblichkeitsrate bei dieser Krankheit massiv senken. Am wichtigsten ist die Identifizierung spezifischer Molekularkomponenten (Marker), die aufgrund ihrer selektiven Präsenz im Tumorgewebe klinisch für die Tumordiagnose und –prognose, sowie für antitumorale Therapien und die Entwicklung neuer Molekulartherapien verwendet werden können. Dieses Projekt beinhaltet die Identifizierung von neuen Tumormarkern. Dabei verwendet man einen innovativen immun-proteomischen Ansatz mit dem Ziel Diagnose- und Therapieinstrumente zu entwickeln. Das Projekt ist hochgradig innovativ und wichtig für die Industrie, da es ermöglicht. neue Diagnose- und Therapieinstrumente in der Onkologie zu entwickeln. Die erwarteten Ergebnisse aus diesem Projekt können in verschiedenen Bereichen genutzt werden, sowohl in der Grundlagenforschung als auch im Bereich klinische Diagnose und Prognose von Tumorerkrankungen. Im Forschungsbereich ermöglichen neue Tumormarker neue Erkenntnisse über die Biologie von Tumoren. Außerdem führt dies zu einer besseren Definition der molekularen Komponenten, wodurch sich die Neoplasien der Patienten unterscheiden. Schließlich bieten die Antikörper gegen die Marker vor allem den Forschern spezifischere Alternativen, um die Rolle dieser Proteine in der Onkogenese und im tumoralen Verlauf zu untersuchen. Mittelfristig können die Ergebnisse wertvoll sein für die Produktion von Antikörper zum diagnostischen und therapeutischen Einsatz und für die Schaffung diagnostischer und prognostischer Kits. Es entstehen neue therapeutische Wirkstoffe auf der Grundlage der identifizierten Marker. Sie dienen dazu, gezielte Krebstherapien bei einer besseren und individuelleren Behandlung des Patienten zu entwickeln. Man basiert sich dabei auf die spezifische molekulare Klassifizierung der Neoplasie des Patienten. Externautics möchte einige besonders interessante Marker dieses Projektes entwickeln, um diese bis zur klinischen Entwicklungsphase zu bringen. Dabei sollen noch weitere nationale und internationale Partner aus der Industrie und/oder aus den Universitäten beteiligt werden.

Inkubator und Förderungen

Inkubator

  • Verfügbare Fläche für neue Ansiedlungen in der Nähe des Parks: Vollständig eingerichtete Labore und Büros von 60 bis 100 m²
  • Einrichtung der Räume im Inkubator: Individuell an die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens angepasst

Förderungen:

Regionale Förderungen:

Für den Erwerb von Laborgeräten und Einrichtungen. CIPE Mittel für neue Labore ("Patto per lo Sviluppo" Fonds).
Regionale Ausschreibung für die Kofinanzierung der Forschung und Entwicklung bei den KMU

Nationale Förderungen:

Ehemals MAP (Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung) für den Erwerb von Geräten und die Unterstützung von Inkubationsaktivitäten.

Europäische Förderungen

7. Rahmenprogramm – Episode (Kompetenznetzwerk im Sektor NMR)
Innovationszentren und -distrikte - Life Sciences

Sonstiges:

Vereinbarungen auf Provinzebene (Patto per lo sviluppo) für den Erwerb von Geräten, Einrichtungen und sonstigen Investitionen zur Unterstützung Inkubation.